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Oper

Klaus Obermayer
Lola

Königliche Moritat in 21 Szenen

Text: Herbert Rosendorfer

Rollen: Sopran, Tenor, Bariton, Bass, Sprecher, Tänzer, Komparserie, mittleres Orchester

New York, 1852. Lola Montez hat einen Dichter beauftragt, mit ihr zusammen ein Theaterstück über ihre Affäre mit Ludwig I., König von Bayern, zu schreiben. Der Dichter legt größten Wert auf die historische Wahrheit. Lola widerspricht: "Bei der Darstellung der Wahrheit kommt es doch nicht in erster Linie auf die Tatsachen an, sondern auf die Ästhetik, auf die Gesinnung und auf die Wirkung"; und sie beginnt, die Szenen in ihrem Sinne umzugestalten! Traum und Wirklichkeit vermischen sich zu einem witzig-phantastischen Bühnengeschehen.

Lola: Ob der König mit mir geschlafen hat -
Was meinen Sie, was ein König,
- ein bayerischer König, ein Wittelsbacher,
mit einer schönen Dame macht?

Pressestimmen:

... Resultat dieses löblichen Bemühens ist eine Partitur von hohem parodistischen Reiz, gespickt mit Anspielungen, witzigem Klanggetümmel, grotesk verfremdeten Zitaten. Dass die Anklänge nicht nur Vergangenheit beschwören, sondern auch musikalische Gegenwart, verdoppelt den Spaß. (Süddeutsche Zeitung)

Klaus Obermayer ... schreibt ansprechend, seine Partitur hat Witz und Esprit. Man spürt, da ist ein Könner am Werk, der es versteht, sein Publikum zu begeistem, ohne deswegen den Zeitstil zu verleugnen. (Die Welt, Hamburg)

LOLA is here! Die Münchner Klaus Obermayer und Herbert Rosendorfer haben mit der königlichen Moritat "Lola" zum Gedächtnisjahr Ludwig I. und Ludwig II. einen ebenso gebildeten wie unterhaltsamen Beitrag geleistet. ...Beifall und bairisch/nordische Verzückung im Publikum sind zu vermelden. (Münchner Abendzeitung)

Herbert Rosendorfer ist ein amüsant ironisches, aber nie verletzendes Stück geglückt, anspielungsreich, pointenfunkelnd. Und der Text hat Klaus Obermayer zu einer abgefeimten Musik inspiriert ... Er komponiert einen Fandango, der von de Falla sein könnte, ein Walzer könnte aus der Strauß-Dynastie stammen; brillant wechselt er das Stilkostüm. Aber dann wird das alles rhythmisch und harmonisch mit den Erkenntnissen unserer Tage verfremdet, ins Groteske gesteigert. Die Partitur hat in ihrer Artistik einen hohen ästhetischen Reiz; sie versprüht Sinnenfreude und veranlasst im gleichen Takt zum Nachdenken. (Bayerische Staatszeitung)

Eine Uraufführung, die umjubelt wird und im Repertoire bislang ständig so gut wie ausverkauft ist! Zeitgenössische Musik zum Anfassen - Musik, die das Publikum begeistert, ohne sich durch das Verleugnen des Zeitstils beim Hörer anzubiedern? Gibt es so etwas überhaupt? Jawohl - (Orpheus)

Bestellnummer: Textbuch 9506-1
Aufführungsmaterial: (Leihmaterial) Partitur, Klavierauszug, Orchesterstimmen