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Walther Prokop: Lob des Weines für Bariton (Mezzosopran) und Klavier nach sieben Gedichten von Georg Britting aus dem Jahr 2005 ca. 20 Minuten, leicht bis mittelschwer ISMN M-50094-206-1 Best. Nr. 0508 € 10,80 Der Liederzyklus „Lob des Weines“ für Bariton und Klavier ist eine Hommage an Georg Britting, aber auch an den Wein (vor allem den Frankenwein!) und alles, was mit dem Geist der Rebe assoziiert werden kann. Gewidmet ist diese Komposition Ingeborg Schuldt-Britting und Hans-Joachim Schuldt in herzlicher Verehrung. Ob es sinnvoll wäre, diese Musik dem Dichter, wenn er noch lebte, zu offerieren, ist höchst fraglich. Am Tag nach Beendigung meiner Komposition stieß ich in Georg Brittings „Briefe an Georg Jung“ zufällig (?) auf folgende Stelle (S.87): „neulich wurden hier im radio, ich hörte es nicht, bekannte sagten es mir, ein paar gedichte von mir vertont dargeboten, und ein wiener komponist, ich habe den namen vergessen, ein ,moderner’, strawinsky-schüler, vertonte auch einen ganzen zyklus von mir. höllerer (höller?), so ähnlich, hieß der musikus, mir ist dunkel, den namen schon gehört zu haben. mögen sie, die herren komponisten, ich leg keinen wert drauf, und bin eigentlich dagegen. da sagen die leute dann: schön war der hugo wolf. Ich sage: schön war der mörike.“ Da ich prinzipiell nicht für Männerchor schreibe, konnte mich eine weitere Briefstelle (S.103) nicht mehr in gleichem Maße deprimieren: „ein unglückswurm in köln hat einen brittingzyklus für männerchor (!) komponiert. ,rausch’, schreibt er mir, ist vom kölner männergesangverein, 250 sänger, bereits öffentlich gesungen worden. Ogotttogott!“ Georg Britting tippte auf der Schreibmaschine zwar wegen einer Kriegsverletzung aus Bequemlichkeit alles klein, die Zeilen der Gedichte beginnen jedoch immer in Großbuchstaben. Aus Gründen der flüssigeren Lesbarkeit für den Sänger findet sich im Text unter den Noten Großschreibung nur nach entsprechenden Satzzeichen. Vom Gedicht „Lob des Weines“ (Nr.4 im Liederzyklus) wurden die Zeilen 13 bis 16 nicht vertont. Walther Prokop - am 23. Mai 2005 |